
DEL-ALL-STAR-GAME 2009
Team Europa - Team Nordamerika 8:9
Das Team Europa hat beim 11. ALL-STAR-GAME der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kufencracks aus Übersee erneut den Kürzeren gezogen. Die Europäer verloren vor 8500 Zuschauern in Berlin mit 8:9 (3:3, 4:3, 1:3) gegen eine Auswahl von Nordamerikanern, die damit bei allen drei bisherigen Duellen als Sieger das Eis verließen. In den Auflagen zuvor hatten sich die deutsche Nationalmannschaft und eine Weltauswahl gegenübergestanden. "Auch wenn wir das Match gerne gewonnen hätten, im Vordergrund stand der Spaß und wir haben den Fans auch etwas bieten können", resümierte Krefelds Stürmer Herberts Vasiljevs vom Team Europa.
Munteres Scheibenschießen
In der neuen Berliner Arena entwickelte sich ein unterhaltsames und munteres Scheibenschießen. Auch ließen die DEL-Stars vor allem in der Defensive den letzten Einsatz vermissen, so dass die Zuschauer bei den Toren auf ihre Kosten kamen. Für die Europa-Auswahl waren Michael Wolf (6., 44.), Boris Blank (13., 31.), Herbert Vasiljevs (19.), Lasse Kopitz (24.), Thomas Greilinger (25.) und William Trew (34.) erfolgreich.
Disziplinarstrafe für Pocher
Das Team wurde vom Augsburger Coach Larry Mitchell sowie Co-Trainer Oliver Pocher betreut. Der Comedian wagte sich auch aufs Eis und kassierte prompt eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe. Deron Quint (10.), Steve Walker (13., 23.), Scott King (17.), Paul Traynor (36.), Francois Fortier (39.), Richie Regehr (46.), Francois Methot (50.) und Jason Ulmer (55.) trafen für die vom Straubinger Trainer Bob Manno betreute Auswahl von US-Amerikanern und Kanadiern. "Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis die Europäer so ein Spiel gewinnen", freute sich DEG-Verteidiger Andy Hedlund augenzwinkernd.
Dass es bei der 11. Auflage nicht ganz so torreich zuging wie in den beiden Vergleichen zuvor, lag zum einen an gut einem Dutzend Pfostentreffer sowie an hervorragend aufgelegten Torhütern. Sowohl Mannheims Goalie Fred Brathwaite als auch Jean-Matc Pelletier von den Hamburg Freezers zeigten auf Seiten der Nordamerikaner einige Glanzparaden. Rob Zepp (Eisbären Berlin) und Frankfurts Ian Gordon standen ihren Kollegen in nichts nach.
Vasiljevs und Walker "wertvollste Spieler"
„Das Spiel war sicherlich viel langsamer als in der DEL. Aber wir hatten unseren Spaß in der Kabine und die Zuschauer auf der Tribüne“, meinte das Berliner Urgestein Sven Felski gut gelaunt. Sein Europa-Teamkollege Andreas Renz von den Kölner Haien sah es nicht anders: „Das war ein großer Spaß. Mich hat gefreut, dass knapp 9000 Zuschauer da gewesen sind, da würden sich viele Clubs die Finger nach lecken.“
Als wertvollste Spieler des Spiels wurden allerdings andere ausgewählt: Der Krefelder Herberts Vasiljevs (Team Europa) sowie Berlins Steve Walker (Team Nordamerika) heimsten den MVP-Titel, der von den Trainern Bob Manno und Larry Mitchell "vergeben" wurde, ein.
Tore: 1:0 (05:38) Wolf (Hock), 1:1 (09:25) Quint (Papineau, Ulmer), 1:2 (12:13) Walker (Robinson), 2:2 (12:29) Blank (Vasiljevs, Lüdemann), 2:3 (16:41) King (Stephens, Fortier), 3:3 (18:09) Vasiljevs (Blank, Pavlikovsky), 3:4 (22:59) Walker (Grand-Pierre), 4:4 (23:43) Kopitz (Vasiljevs, Blank), 5:4 (24:22) Greilinger (Hördler), 6:4 (30:19) Blank (Pavlikovsky), 7:4 (33:50) Trew (Felski, Ficenec), 7:5 (35:31) Traynor (Pederson, Robinson), 7:6 (38:26) Fortier (Hedlund/Stephens), 8:6 (43:06) Wolf (Bartek, Hock), 8:7 (45:21) Regehr (Methot, Ratchuk), 8:8 (49:42) Methot (King), 8:9 (54:06) Ulmer (Delmore) Strafminuten: Team Europa 0 + 10 (Pocher) - Team Nordamerika: 4 Zuschauer: 8.500 Schiedsrichter: Dahle /Schütz




